Mittwoch, 5. November 2008

Hut ab

Gerade hat John McCain Barack Obama für seinen Sieg gratuliert. Hut ab für die öffentliche Geste und gute Rede.

Barack Obama wird der neue Präsident

Wer hätte das gedacht. In der zweiten Wahl im neuen Jahrtausend bekommen die USA einen schwarzen Präsidenten. Auch wenn ich mir Barack Obama gewünscht habe, habe ich nach den Primaries nicht wirklich daran geglaubt, dass die Vereinigten Staaten dazu bereit sind (siehe meinen Blog vom 29. September). Seit 14 Minuten ist es klar! Gratulation, Herr Obama!

Nun wird das alte Europa sicherlich bald lernen, was es bedeutet, einen Präsidenten der Vereinigten Staaten unterstützen zu müssen, da es nicht mehr so einfach ist, sich seiner Verantwortung zu entziehen, nur weil Unilateralismus in der einzigen verbleibenden Supermacht der Welt vorherrscht. Dies wird mehr Verantwortung, mehr Teilnahme, mehr Pflichten für Merkel und Sarkozy bedeuten. Die Macht der Vereinigten Staaten wird sicherlich unter Präsident Obama steigen und USA wird wieder zu großem Ansehen finden.

Montag, 29. September 2008

Geldregen auf Italienisch


Gefunden auf tagesschau online, 29. September 2008:

Es ist Herbst. Es ist grau. Es ist neblig. Es ist trist. Es regnet. Der Regen kommt immer von vorne. Ständig sind die Socken nass. Die mühsam geföhnten Haare hängen in traurigen Würsten am Kopf. Schwarze Ringe unter den Augen zeugen von nicht wasserfester Wimperntusche. Der LKW-Fahrer brettert einen Meter neben dem Fahrrad durch die Pfütze. Es ist Herbst.

Doch freuen wir uns doch einfach, dass wir nicht in Ravenna leben. Denn dort ist Regen nicht einfach nur feucht, er kostet neuerdings auch noch Geld. Laut der Zeitung "Repubblica" müssen die Bürger künftig für das unangenehme Nass bezahlen, weil Regengüsse schließlich in die Kanalisation fließen und die Abwasserkanäle auch verwaltet werden müssten. Neben den Kosten für die Niederschläge des Jahres 2008 soll die Regelung auch rückwirkend auf die Jahre 2005, 2006 und 2007 angewendet werden.

Wir finden: Das ist ausbaufähig. Wie wäre es mit Windsteuer, weil bei umgestürzten Bäumen die Feuerwehr ausrücken muss? Sonnensteuer, weil Trockenheit Rathausdächer beschädigt? Oder am allerbesten: Eine generelle Wettersteuer. Denn Wetter macht einfach nichts als Ärger.

Donnerstag, 25. September 2008

Warum McCain der naechste Praesident wird

Ich nehme kein Blatt vor den Mund... ich waere froh, Barack Obama als neuen Praesidenten der USA zu sehen. Wie so viele innerhalb und ausserhalb der USA. Bei US amerikanischen Wahlen gehen aber leider nur 50% zur Wahl. Davon sind nahezu 90% in ihrer Stimme bereits festgelegt, ganz gleich, wer die Kandidaten sind. Daher entscheiden effektiv nur ganz wenige Menschen in ein paar "Swing-States" tatsaechlich ueber den Praesidenten. Um genau diese Waehler dreht sich das gesamte Wahlkampfgeschehen... Diese wenigen Waehler scheinen auch sehr viel leichter manipulierbar zu sein als die Massen. Ob im Guten oder Schlechten, ob mit Luege oder Wahrheit, ob mit Offenheit oder versteckten Hinweisen.

Die Zeit Online, schreibt ueber "Die Codewörter der Rassenfrage" und erklaert, warum es Obama trotz seiner guten Diplomatie, fantastischen Redegewandtheit, und erstaunlichen Weitsichtigkeit so schwer hat (und vielleicht verlieren wird).

Tatsächlich haben 40 Prozent der weißen Amerikaner negative Vorurteile gegen Schwarze [...] Es ist in der Öffentlichkeit nicht mehr akzeptabel, Reservationen gegen eine Hautfarbe zu artikulieren, deshalb wird darüber geredet, ob Obama auch christlich genug ist. [...] Das Schweigen rührt letztlich daher, dass Amerika die Rassenfrage nicht bewältigt, sondern nur aus der veröffentlichten Meinung verdrängt hat — während Weiße innerlich grummeln, dass ihnen Schuldgefühle gegenüber den Schwarzen aufgenötigt würden. [...] Statt seine fast 400-jährige Geschichte von Sklaverei und Segregation, von Lynchungen und rassistischer Hetze aufzuarbeiten, schreibt Amerika sie einfach um. Als Disney 2001 Pearl Harbor ins Kino brachte, kämpften dort schwarze und weiße Gis gemeinsam — tatsächlich gab es in der Armee im Zweiten Weltkrieg Rassentrennung.

Financial bailout and Presidential debate

Genau das sind meine Gedanken, bei dem Versuch von McCain, die erste TV Debatte platzen zu lassen:
Time Magazine online, 25. Sept. 2008:
Why either Obama or McCain would be needed in Washington to help work out a deal is unclear. Neither man sits on the Senate Banking Committee; much of the difficult political horse-trading is taking place in the House, not the Senate; and the outlines of a deal are becoming fairly apparent, even if all the votes for it have not yet materialized.

Both candidates will be joining Bush at the White House for a meeting of congressional leaders this afternoon, something McCain had called on Bush to organize yesterday. The meeting is expected to be brief.


Der grosse Ritter McCain kommt auf seinem Pferd nach Washington, toetet die boese Wall Street mit seinem Schwert, und rettet die Welt, so wie es keiner, der in Washington Verantwortung traegt, kann? Also, was soll der Mist?

Donnerstag, 4. September 2008

Palins Erfahrungen

Aber, aber... sind wir mal nicht so boese zu McCain/Palin. Palin hat tatsaechlich Erfahrung... Sie war schliesslich Mitglied der Elternvertretung in der Schule ihrer Kinder.



Hat Piper Palin das Baby-Haarekaemmen von Ihrer Mutter gelernt?

Palin for Vicepresident

Fuer alle, die die gleichen Probleme mit Sarah Palin und der republikanischen Campaign haben, hier ein Video...



Beim Verfolgen der Parteitage kommt mir staendig der gleiche Gedanke. Waehrend die Demokraten ihre Konzepte vorstellten (natuerlich mit den ueblichen boesen Attacken gegen die Republikaner), reden die Republikaner pausenlos ueber Krieg, Heldentum und McCains Kriegsgefangenschaft. McCains Einsatz fuer sein Land ist sicherlich fantastisch und besonders zu ehren. Fraglich wird es allerdings, wenn dieser Einsatz offensichtlich das einzige Argument in politischen Reden fuer seine Befaehigung zum Praesidenten bleibt.

Donnerstag, 10. Januar 2008

Die Urahnen des Sixpacks




"Tauga", das ist eine Zahl auf Polynesisch. Genauer gesagt: Eine Zahl in der polynesischen Sprache Mangareva. Sie bedeutet zwei. Oder vier. Oder acht. Je
nachdem, ob gerade Zuckerrohr, Brotfrüchte oder Kraken gezählt werden. Solch ein “objektbezogenes“ Zahlsystem, in denen die Zahlen nicht unabhängig sind von den Gegenständen, auf die sie sich beziehen, mutet für uns im modernen Europa
merkwürdig an. Wir zählen abstrakt: Eins, zwei, drei – bis unendlich: Die gleichen Zählwörter für alles. Bisher glaubten Sprachforscher, dass dies ein Zeichen fortgeschrittener kultureller Evolution sei. Man war sich sicher: Abstrakte Zählweisen entstehen stets aus den konkreten, objektbezogenen, während sich die Völker immer weiter entwickelten.
Aenliches war frueher die Elle, die sogar von Stadt zu Stadt variierte.
Aber auch heute gibt es das noch in der westlichen und industrialisierten Welt. Ich wohne seit 3 Jahren in den USA und habe noch immer Probleme mit den gesellschaftlich genutzten Masseinheiten. Wir nutzen hier zwar lateinische Zahlzeichen und das Dezimalsystem zum Zaehlen, aber die Einheiten sind mehr in Richtung der verschiedenen Paaren, wie sie im Artikel erlaeutert sind.
Beispielsweise "inch", "foot", "yard", "mile". Ein foot sind 12 inch. Ein yard hingegen sind keineswegs 12 foot - sondern 3. Eine mile ist 1760 yard oder 5280 foot. Das gleiche gilt fuer Fluessigkeiten: fl. ounce, quart, gallon, barrel. Dazu kommt, dass eine ounce fuer Fluessigkeiten nicht das gleiche ist, wie fuer feste Stoffe, fuer die deren Masse ausschlaggebend ist. Weiterhin ist die ton und die metric ton erhaeltlich und die mile sogar in international mile (1,6 km), nautic mile (1,852 km), data mile (1,829 km), usw.
Entsprechend dem Artikel stellt sich nun die Frage, ob die Amerikaner oder die Europaeer weiter entwickelt sind?

Sonntag, 6. Januar 2008

Scientist's laser may one day help teeth

KnoxNews Sentinel, Jan. 2, 2008

OAK RIDGE - It's called "laser interference structuring," and someday the technique may help bolster your bite.
Claus Daniel, a 30-year-old German scientist who came to Oak Ridge National Laboratory 2 1/2 years ago, has a patent pending on the laser technique that's used to strengthen ceramics used in crowns and tooth implants.

Freitag, 21. Dezember 2007

Tougher Teeth through Materials Research

ORNL researchers making tougher teeth
Research done in collaboration with University of Illinois' Dr. James Drummond, Boston University's Dr. Russell Giordano, and University of Tennessee's Dr. Narendra Dahotre.

By: Robin Murdoch, Reporter
Date created: 12/10/2007 4:25:32 PM
Last updated: 12/11/2007 7:41:32 AM

Researchers at Oak Ridge National Laboratory are working on a way to make tougher teeth.

Dr. Claus Daniel, ORNL researcher says, "It's a periodic structuring technique."Dr. Daniel is the man behind the method. He brought the concept with him from Germany in 2005."Crowns nowadays fail after six to ten years," Dr. Claus said. "They fatally crack, and we have to replace a crown."Lasers are used for anything from healthcare to welding. Daniel developed another use, strengthening artificial teeth. "We are increasing the mechanical stability, the strength of the material right at the interface where cracks are initiated," Daniel said.Crews are now building a laser at ORNL that will eventually pre-treat the surface of the crown that comes into contact with your teeth.They have been using a laser at the National Transportation Research Center in Knoxville. The beams are 3,000 degrees celsius.In a flash, it makes microscopic changes to the crown's surface."Right now, we are probably still a little away from actually ending up in the dentists' office and treating crown material," Daniel said.Preliminary tests already show the process makes the treated crown 40 to 50 percent stronger and adds only a few cents to the overall cost."I don't want to have a crown in my mouth, but if I need one of those, I would be really be happy to have a crown that lasts longer than the ones we are using nowadays," Daniel said.The concept is something to smile about while you?re in the dentist?s chair. Researchers believe the stronger crowns could be available in 5 to 10 years.

Montag, 17. Dezember 2007

Neue Umweltzonen in Deutschland

Grundsaetzlich ist die Idee der Umweltzonen sehr interessant und loeblich. Neuere Autos, die die Feinstaubrichtlinien bereits erfuellen, bekommen gegen eine Gebuehr eine dies bescheinigende Plakette und duerfen weiterhin im Stadtinneren fahren. Aeltere Autos, die diese Richtlinie noch nicht erfuellen, muessen eine Sondergenehmigung beantragen, um eine solche Plakette und damit die Fahrerlaubnis in der Innenstadt zu bekommen. Das Fahren innerhalb einer Umweltzone ohne die dafuer benoetigte Plakette wird ab dem 2. Januar 40 Euro und einen Punkt in Flensburg kosten.
Auf lange Sicht, werden Autofahrer damit auf weniger feinstaubintensive Autos umsteigen.
Dennoch gibt es da einen sehr interessanten Satz in einem Artikel des NDR online:
"Autofahrer, die ihre Fahrzeuge ohne Abzeichen innerhalb der "Umweltzone" parken, werden nicht bestraft."


Bleibt lediglich die Frage, wie das Auto zu diesem Parkplatz oder auch wieder abgeholt wird, ohne gegen das Verbot zu verstossen?

Dienstag, 11. Dezember 2007

Unter Raubtieren

Aus Die Zeit online, 11.12.2007:

Die Unternehmer sind von Merkel enttäuscht. Auf ihrem Arbeitgebertag zürnen sie über die Politik der Großen Koalition und die Angriffe auf die Managergehälter. Die Kanzlerin hält dagegen.

Ich empfinde es als sehr interessant das aktuelle Spiel aus der Ferne zu beobachten. Ich habe mir ebenfalls die Frage gestellt, was mit der CDU gerade geschieht und warum sie so sozialdemokratisch wird, waerend die SPD nach links driftet...

Man mache sich bewusst, dass jede der beiden Parteien bald moeglichst wieder ohne den anderen regieren moechte. Genau dieses Spiel scheint die CDU am besten zu spielen.
Keine der beiden Parteien wird alleine regieren koennen. Wenn die CDU nicht mit der SPD und den Gruenen will und nicht mit den Linken kann, dann bleibt nur die FDP. Die Partei der freien Marktwirtschaft ganz ohne Debatte um Managergehaelter, Mindestloehne und aehnlichem. Dieser kleine Partner hat aber in den letzten Wahlen kontinuierlich an Glaubwuerdigkeit und Waehlerstimmen verloren und benoetigt dringend neue Zustimmung.
Die CDU graebt der SPD etwas links von der Mitte die Waehler ab und schafft dabei lange Gesichter auf der konservativen Seite. Nun kann Guido Westerwelle einspringen und genau diese enttaeuschten Waehler mitnehmen, die ansonsten niemals die ehemalige Spasspartei, die Partei des Projektes 18 gewaehlt haetten.

Das wird bei Auftritten, wie dem des Merkel-Westerwelle-Duetts am Arbeitgebertag klar. Westerwelle tritt nach Merkel mit der folgenden Kritik auf:

Das Festlegen von Löhnen ist keine Angelegenheit der Politik“, sagt
Westerwelle. Das sei „ordnungspolitisches Verlottern“. Für die Zukunft
sehe er schwarz: „Wer Löhne festsetzen will, wird auch Preise bestimmen wollen.“ Das sei „der erste Schritt in Richtung Planwirtschaft“.

„Ich wünsche mir, dass sie aufstehen und laut widersprechen.“ Es sei ja
schließlich nicht allein das Privileg der Gewerkschaften, die eigenen Interessen zu vertreten.

Früher habe sie [eine Unternehmerin] Merkel gewählt, sagt Bresche, aber das war, als die noch das Gleiche erzählte wie Westerwelle. Nun ist der als einziger Hoffnungsträger verblieben.

Sie glauben mir nicht? Lassen Sie uns einfach bis zur naechsten Wahl warten, was passiert.

Freitag, 7. Dezember 2007

Scientology

Zum Artikel: Freiheitsberaubung im Geiste erschienen in der Online-Ausgabe von Die Zeit, 7.12.2007

Deutsche Presse als unbegruendete Hetze?
Ich verfolge die neu entbrannte Diskussion ueber Scientology seit einigen Tagen. Ich bin selbst kein Scientologe und moechte auch keine Mitglieder fuer diese Religion/diesen Verein werben. Dennoch erscheint mir die politische Debatte sehr fragwuerdig und die Pressestimmen mehr als Hetze denn Information. Dieser Artikel ist beispielhaft fuer die fast schon verbloedend dargestellte Berichterstattung in Deutschland... Ich kann nirgends auch nur ein schlagkraeftiges Argument finden, warum Scientology verfassungsfeindlich waere. Auch dieser Artikel schlingelt sich vage um alle Fakten herum und versucht Scientology zu daemonisieren oder tabuisieren, ohne auch nur einen einzigen Fakt oder Grund dafuer zu nennen.
Der aeusserst kompetente Autor schreibt beispielsweise: "Wenn aber in nennenswerter Zahl nachgewiesen werden kann, dass die wirtschaftliche Ausbeutung und Nötigung der Menschen, die der Scientology einmal verfallen sind, so viel ist wie Freiheitsberaubung (sei es auch keine körperliche, sondern mentale), dann wäre auch ein Verbot angebracht. (Ich kenne übrigens aus meiner unmittelbaren Bekanntschaft solche wahrlich erschütternde Fälle.)"
Diese Aussage entbehrt jeglicher Fakten. Soll das heissen, ich kenne da jemanden, der jemand kennt, und der hat am Stammtisch erzaehlt, dass da was nicht koscher ist?
Uebrigens hat der Europaeische Gerichtshof entschieden, die Scientology Church of Russia als Religionsgemeinschaft anerkannt werden muss, Russland Schadensersatz zahlen und die Prozesskosten tragen muss. Das erscheint mir eine deutlich solidere Entscheidung zu sein, als einfach mal zu sagen Tom Cruise ist boese und moechte all unser Geld sowie unsere Seelen verkaufen.
Falls Scientology wirklich gefaehlich oder verfassungsfeindlich sein sollte, finde ich es umso empoehrender, dass die deutsche Presse so verantwortungslos mit dem Thema umgeht, indem sie nebuloes vage Behauptungen aufstellt, statt Fakten zu benennen und die Oeffentlichkeit aufzuklaeren.
Etwas mehr Serioesitaet bitte, meine Damen und Herren!

Samstag, 17. November 2007

Mindestlohn

Die Diskussion um den Mindestlohn in Deutschland ist sehr interessant zu verfolgen. Ich bin grundsätzlich eher konservativ eingestellt und denke, Deutschland hat bereits zu viele Regeln. Regeln erscheinen mir übrigens als eine typisch deutsche Krankheit. Dennoch kann ich Peer Steinbrücks Argumentation während der dieswöchigen Diskussion bei Maybrit Illner folgen:

In einem industriell entwickelten Land ist es zu erwarten, dass jemand, der Vollzeit arbeitet, von seinem Gehalt zumindest lebensfähig ist. Das bedeutet, mindestens das sogenannte Existenzminimum verdient, ohne dass der Staat zufüttern muss.
Zufüttern in diesem Sinne, führt faktisch zu einer Subvention der betroffenen Betriebe durch den Staat.

Selbst die Vereinigten Staaten als ein Land, in dem staatliche Regelungen immer als schädlich angesehen und daher weitest möglich vermieden werden, haben einen Mindestlohn: $5.75.

Freitag, 9. November 2007

Nordsee-Sturmflut

Na da sind wir doch froh um die Pressevielfalt:


FAZ. Sie begann langsam und entwickelte sich doch zur schwersten Sturmflut an der Nordsee seit fast 20 Jahren. Die friesischen Inseln waren vom Festland aus nicht mehr zu erreichen. Große Teil der Helgoländer Düne wurden fortgerissen. In Hamburg stand das Wasser so hoch wie seit 17 Jahren nicht.


Tagesschau. Sturmtief "Tilo" tobte zwar kräftig, in den Nordsee-Anrainerstaaten blieben die Fluten jedoch beherrschbar. Überflutungen gab es nur vereinzelt, die Deiche hielten. Insgesamt waren die Schäden geringer als befürchtet, viele Sicherheitsmaßnahmen wurden inzwischen wieder aufgehoben.

Was denn jetzt?

Dienstag, 28. August 2007

Big Orange startet wieder... !

Endlich geht es wieder los. Nachdem die Studenten fuer drei Monate faul in ihren Betten lagen... ok, manche haben vielleicht auch was gearbeitet... geht es endlich wieder in die Footballsaison. Big Orange ist natuerlich auch wieder ein heisser Favorit, natuerlich auch mein Favorit. Der Hype ist fuer so manchen Deutschen mit deren Profi-Fussball-Erfahrung nicht zu verstehen.

Grundsaetzlich an jedem Footballwochenende:
  • In einer Stadt mit gerade Mal 160.000 Einwohnern
  • 200.000 Menschen auf der Strasse
  • 108.000 Zuschauer im Neyland Stadium
  • 250 Musiker in der Footballband
  • 50 Cheerleader
  • ... im Bible-Belt: Natuerlich kein Tropfen Alkohol im und ums Stadium.
  • ... eine wunderbare Familienatmosphaere
Durch die lange vorher ausverkauften Tickets, kosten die normalerweise $50 Tickets bei so manchem Spiel bis zu $350 pro Sitz. Unglaublich.
Ich freue mich auf jeden Fall auf die neue Saison, auch wenn das UT Vols Eroeffnungsspiel leider in Kalifornien sein wird. An diesem Samstag geht es los.


Ein kleiner Vorgeschmack!

Montag, 27. August 2007

Von oben geht's nach oben?

Die Zeit: Do, 23/08/2007 "Von oben geht’s nach oben "

Ursache und Wirkung!?!
Als Vater zweier Kinder empfinde ich es als aeusserst natuerlich, nur das beste fuer meine Kinder zu wollen. Jeder, der das nicht will, gehoert gestraft... Daher kann es nicht den Eltern zur Last gelegt werden, dass wir solche Verhaeltnisse in Deutschland haben. Vielmehr ist der Politik und den Lehrern zu Last zu legen, dass die Eltern, die Gutes fuer Ihr Kind wollen, solche Entscheidungen treffen muessen. Die sozialdemokratische Schulpolitik der 70er hat den Grundstein gelegt. Es war richtig, die schwachen und armen Kinder zu foerdern, es war aber falsch, die starken und klugen Kinder nicht zu fordern.

Oak Ridger Polls...

Beim Durchblaettern der Polls im Oak Ridger, dem Tagesblatt der Stadt Oak Ridge, war ich doch geschockt, wie schlimm es tatsaechlich um die Bildung der Buerger und die Akzeptanz einer unausweichlichen Wahrheit steht... ist das der Untergang der entwickelten Welt oder ist das der Vorbote der wiederkehrenden Kreuzzuege? Kein weiteres Kommentar!

Evolutionism or Creationism?
Evolution (39%) = 498
Creation (57%) = 736
Not Sure (4%) = 46
TOTAL 1280

Quelle: Oak Ridger
Anmerkung: Ich habe mal gehoert, dass Oak Ridge die hoechste PhD-Dichte (Doktoren bzw. promovierte Wissenschaftler pro Einwohner) in den USA hat, kann diese Aussage aber leider mit keiner fundierten Quelle belegen. Dennoch macht mir dann die Umfrage umso mehr Angst.

Freitag, 17. August 2007

Bundeswehr: SPD will freiwillige Wehrpflicht

Gefunden in ZEIT online, Tagesspiegel 17.08.2007 21:00
Das ist doch mal eine gute Idee. Neben der freiwilligen Wehrpflicht sollten wir dann auch noch die freiwillige Haftstrafe, die freiwillige Zahlpflicht, die freiwillige Schulpflicht und aehnliche freiwillge Pflichten einfuehren. Da faellt mir ein, wie waere es mit der freiwilligen Pflicht, sich an Gesetze zu halten. So freiwillige Pflichten erscheinen mir sehr sinnvoll. Sicherlich haette auch Konrad Adenauer dafuer gestimmt. Wie waere es denn, wenn das alte Volk der fleissigen Preussen darueber hinaus das verpflichtende Recht einfuehrt. Ich koennte mir da vorstellen, das verpflichtende Wahlrecht, das verpflichtende Urlaubsrecht - gut fuer alle, die zuviel Arbeiten, oder kleine Unternehmer, die ohne dieses keinen Urlaub machen koennen.

Da freuen sich die freiwillig verpflichteten Parlarmentarier wohl, ueber die von uns verpflichtend bezahlten und von ihnen freiwillig erhoehten Steuern, so verpflichtend freiwillig verfuegen zu duerfen.

Wenn sie nicht mehr wissen, was sie mit ihrer ganzen freiwilligen Zeit im Parlament anfangen sollen, koennen sie sich daran machen, Dinge wie den hellen Schatten, die dunkle Helligkeit, die wahre Luege, die legale Kriminalitaet und aehnliches zu erfinden.

Ein Kommentar hat mich veranlasst folgende Anmerkung hier anzufuegen:

Ich moechte keineswegs die Wehrpflicht an sich verteidigen, in Frage stellen oder deren verfassungsrechtlichen Status diskutieren. Der Artikel sollte lediglich auf die in der Politik mittlerweile fast schon taeglich erscheinenden unueberlegten Oxymora hinweisen.

Dienstag, 24. Juli 2007

Olympische Spiele 2008 in Peking

Dazu bedarf es keinen Kommentar. Lesen Sie was ein Chinese selbst schreibt.



Aus DIE ZEIT vom 19.07.2007:

Olympia ist eine Droge
Von Wang Xiaoshan
Peking wird für den Sommer 2008 auf Hochglanz poliert. Doch hinter dem schönen Schein hausen oft Elend und Schrecken.



Spiele für die ganze Familie
Von Christof Siemes
Früher nannte man es Umerziehung. Wie Pekings Bevölkerung auf das größte Sportereignis der Welt eingeschworen wird.